Man kann uns als Filmemacher, Kreativschaffende oder Content Creators bezeichnen, da wir am gesamten Filmentstehungsprozess beteiligt sind – aber vor allem sind wir Geschichtenerzähler! Immer auf der Suche nach dem magischen Gedanken, der eine neue, spannende Geschichte ins Rollen bringt!
Schreiben ist und bleibt einfach großartig. Es ist zu unserem wichtigsten Arbeitsmittel geworden und wir lieben es! Denn je mehr man erlebt und produziert hat, desto mehr bemerkt man, wie unglaublich wichtig die eigentliche Geschichte ist.
Doch beginnen wir in unserer unbedarften Anfangsphase 2002: Wir haben in ersten Projekten an der Bauhaus-Universität Weimar nicht nur weitreichende Erfahrungen zur Filmgestaltung gesammelt, sondern auch den grundlegenden Arbeitsablauf mit Kameraausrüstung, der Hard- und Software, die man für die Produktion benötigt, erlernt. Eine Menge unsere persönlichen Arbeiten sind zu dieser Zeit entstanden. Aber um ehrlich zu sein, konnte uns die Hochschule nicht wirklich auf das Leben danach vorbereiten – außer du willst Avangarde-Künstler werden. Was da draußen wirklich zählt, mussten wir uns im Endeffekt selbst beibringen.
„Unsere erste Festivalvorführung fand 2007 statt – mit Was dachten Sie denn? Ein Jahr später waren wir auf einer richtigen Festivaltour mit Ralle & Bolle. Die Zeit gab uns tiefe Einblicke in die Welt des Spielfilms und brachte uns mit fantastischen Menschen zusammen, mit denen wir bis heute zusammenarbeiten – definitiv ein wichtigter Abschnitt unserer Laufbahn.“
2008 – wir sind Filmemacher mit Diplom. Aber was passiert nach dem geschützten Umfeld einer Universität? Eine wirklich schwierige Frage für fast alle unsere Kommilitonen. Wie bereits erwähnt kam spätestens jetzt der Sprung ins kalte Wasser – denn wenn du beim Film bleiben willst, brauchst du Auftragsgeber und arbeitest fortan für diese. Also haben wir unsere persönlichen Projekte erstmal beiseite gelegt und sind – zunächst einmal – zum Fernsehen gegangen, genauer gesagt zum deutschen Kinderfernsehen „KIKA“.
Hier erwartete uns der knallharte Produktionsalltag. Kurze Fristen, hohe Qualitätsstandards, jeden Tag eine andere Kameraausrüstung und jede Menge Arbeit. Wir starteten zuerst in der Grafik und bauten Sendeverpackungen, animierten Trailer und entwarfen Sendedesigns. Später kam das Kikaninchen hinzu und sogar Charakter-Animationen für den Kinofilm Mullewapp 2. Aus der vorgegebenen Zeit konnte in endlosen Abnahmeschleifen auch gerne mal einiges mehr werden. Leider wurde immer nur die vorgegebene Arbeitszeit bezahlt, was uns jedoch nie die Freude an der Arbeit nehmen konnte.
Später wechselten wir in die Online Abteilung als VJ – Video Jounalist. Was soviel bedeutet wie: du bist Kameramann, Tonmann, Interviewfragesteller und alle anderen Positionen, die ein Fernsehbeitrag besetzen muss IN EINER PERSON. Ihr könnt Euch vorstellen, was das heißt. Besonders, wenn du immer mit fremdem Equipment drehst. Drehs mit dem Redakteur gab es aber auch, dann waren wir wenigstens zu zweit.
„Einmal bekam ich kein Feedback auf meine Kopfhörer, da die Kamera an der Stelle nicht funktionierte, sah aber den Pegelausschlag und hoffte einfach, dass der Ton mit aufgezeichnet wird. Und zum Glück war es dann auch so.“
Doch die harte Zeit hatte auch eine gute Seite. In diesen paar Jahren haben wir mehr über Filmproduktion gelernt als in der doppelten Zeit an der Uni. Ich hatte ein Dutzent unterschiedliche Kameras in der Hand, wie zum Beispiel die legendäre Canon 5D Mark II oder die bahnbrechende Sony A7S. Außerdem entwickelten wir einen Instinkt für schwierige Situationen am Set. Wir hatten ja alle Worst-Case-Szenarien bereits hinter uns – und gemeistert. Was sollte uns jetzt noch passieren?
Mit all diesem Wissen konnten wir 2014 unsere eigene Produktionsfirma gründen – „bellmannmedia“. Ein Schritt zurück zu unseren Wurzeln: unabhängige Filmemacher.
2017 stellte uns Matthias Montag von der KIKA-Online-Redaktion vor die Wahl. „Ich könnte Euch ab sofort 24/7 beschäftigen. Seid ihr dabei?“ Das hätte bedeutet, das wir alles was wir unter eigener Flagge aufgebaut hatten wieder verlieren würden. Nur halb zusagen wollten wir nicht, also wagten wir die volle Eigenständigkeit und (Spoiler) haben es nie bereut!
„Die tiefen Einblicke in unterschiedlichste Teilbereiche unserer Gesellschaft, Industrie und Wissenschaft. Das ist ein unglaublicher Schatz aus dem wir schöpfen. Und es gab uns die Möglichkeit auch andere Ecken auf diesem Globus kennen zu lernen. Sich von ganz anderen Kulturen inspirieren zu lassen und dadurch als Künstler zu wachsen.“
„Wir haben unseren Workflow auf Industriestandard erweitert und so viel mehr über Storytelling, cleveres Filmschneiden und Postproduktion gelernt. Man hört auf, Luftschlösser zu bauen, sondern beginnt, sich auf das Wesentliche zu erkennen und sich darauf zu konzentrieren. Man wird zu einem Erzähler mit eigenem Repertoire. Jetzt sind unsere Filme nicht mehr so verwirrend wie in den Anfängen, sie sind auf den Punkt gebracht, weil sie es sein müssen.“
Entstanden sind unzählige Werbespots, Musikvideos und Imagefilme gedreht auf mehreren Kontinenten. Eine Auswahl findet ihr unter bellmann-media.de.
Ja, wir wollen all diese Erfahrungen wieder in das Genre einbringen, mit dem wir einmal angefangen haben: Spielfilme. Denn ... während wir für Kunden gearbeitet haben, haben wir Ideen gesammelt. Viele Ideen. Und die besten davon wollen wir zum Leben erwecken.
Es werden andere Filme sein als damals. Die Arbeitsabläufe haben sich geändert, wir haben uns verändert. Dies ist eine Reise ins Ungewisse. Diese Website unser Logbuch. Wir wollen herausfinden, wie KI uns unterstützen kann, und wir wollen dokumentieren, wie weit wir den Bildstil über kommerzielle Bildsprache hinaus vorantreiben können und auf welche neue Formen des filmischen Erzählens wir noch stoßen werden.
Danke für die Möglichkeit uns und unsere Pläne vorstellen zu dürfen. Wenn du uns auf diesem Weg begeleiten möchtest, schau gern regelmäßig vorbei. Wir beabsichtigen jede Woche einen Blog Post zu veröffentlichen und haben da noch einiges, was bereits wartet.
Los geht’s! Winni & Doreen.